Urlaub auf El Hierro

Wenn unberührte Natur und atemberaubende Ausblicke Ihr Herz höher schlagen lassen, könnte El Hierro Sie mit verschiedenartigsten Eindrücken verzaubern.

El Hierro, die kleinste Kanareninsel am südlichsten Zipfel Europas, lädt Sie dazu ein, wildromantische Berge und Küsten zu erkunden, in eine alt anmutende Welt der Ruhe einzutauchen und sich auf den Moment einzulassen.

Erholsamer Urlaub in unberührter Natur

Sie spüren hier sehr schnell, dass die eigentliche Attraktion El Hierros die unberührte, abwechslungsreiche Natur und die Ruhe sind. Selbst Kenner der anderen Kanaren überrascht die Ursprünglichkeit der kleinsten Insel am “Ende der alten Welt”.
Kaum etwas auf der Insel erinnert an die Zivilisation des 21. Jahrhunderts mit ihrem schnelllebigen Alltag und ihrer typischen Geräuschkulisse. Die Verkehrsdichte auf den Landstraßen außerhalb der Ortschaften ist sehr gering und die einzige Ampelanlage der Insel regelt den Betrieb vor einem einspurigen Tunnel.
Beim Wandern trifft man selten jemanden und selbst an den wunderschönen Aussichtspunkten, den “Miradores”, geht es sehr ruhig zu.
Wer Einkaufszonen mit Cafes, luxuriöse Hotels, Restaurants oder Discos sucht, wird enttäuscht. Nur 40 % der Insel Oberfläche sind besiedelt und sogar auf die Hauptorte trifft eher die Bezeichnung “Kleine Dörfer” zu.

Unterkünfte auf El Hierro

Im Gegensatz zu den anderen Kanareninseln gibt es auf El Hierro sehr wenige und nur kleine Hotels, von denen eines 40, ein weiteres 20 und das kleinste nur 4 Zimmer hat. Pensionen mit Frühstück gibt es nicht.

Als Alternative versprechen wunderschöne Ferienhäuser, Ferienwohnungen und kleine Apartmentanlagen in ländlicher Umgebung mit weitem Blick einen erholsamen Urlaub in faszinierender Natur, ohne jeglichen Tourismustrubel. Die Unterkünfte verteilen sich über die gesamte Insel, mit Ausnahme des komplett unbebauten Südwestens.
Aus den Häusern in den Orten der Ostküste: Echedo, Tamaduste, La Caleta, Puerto de La Estaca und Timijiraque sieht man die Sonne vor den Silhouetten Gomeras und des Teides aufgehen und in dem im Nordwesten gelegenen Golftal geht sie mit einem leuchtenden Farbspiel am Horizont unter.

Ferienhäuser und Apartments für Ihren Urlaub finden Sie hier:
zu den Unterkünften

Wandern, Biken, Tauchen …

Die Insel El Hierro ist ein wirkliches Paradies für Wanderer, Jogger, Mountainbiker, E-Bikefahrer, Paraglider und Taucher.

Über ein gut ausgeschildertes Netz von Wanderwegen, die weite Teile El Hierros durchziehen,
können Sie die faszinierende Landschaft mit bewaldeten Bergen, schroffen Felsformationen, lieblichen Wiesen mit einer Vielfalt an Pflanzen durchstreifen und dabei die Stille genießen.

Möchten Sie in Ihrem Urlaub lieber komfortabel mit dem Auto die Gegend erkunden, orientieren Sie sich am Besten an den “Miradores”. Jeder einzelne dieser Aussichtspunkte bietet einen außergewöhnlich schönen Blick über unterschiedlichste Landschaftsformen, immer mit dem blauen Meer im Hintergrund.

Mehr Infos: Wandern auf El Hierro

Strände und Naturschwimmbecken

Auf El Hierro laden gleich mehrere sehr schöne Naturschwimmbecken zu einer Erfrischung im glasklaren Wasser des Atlantiks ein. Sie sind teils grandios in die Felsküste eingebettet und beim Schwimmen sieht man, wie sich die Wellen des Ozeans an den Felsen brechen.

Der Strand von Timijiraque an der Ostküste mit seinem schwarzen Sand ist gut für Badegäste geeignet, die sich im seichten Wasser wohler fühlen. Im Westen beeindruckt der längste Strand der Insel, der Verodal, mit schwarz-rotem Sand vor einem steilen Felsriff. Grosse Felsbrocken haben sich gelöst, gegen die oft die starke Brandung peitscht. Es ist ein echtes Naturschauspiel, wobei an dieser Stelle baden wegen Unterströmungen eher gefährlich ist.
Gut befestigte Einstiege, gemauerte Stege ins Meer, sowie Liegeplätze und Wege mit Holzbohlen, haben die Felsstrände zu einer echten Attraktion für Schwimmer und Sonnenanbeter gemacht. Es lohnt sich in jedem Fall, eine Taucherbrille im Gepäck zu haben, denn Schnorcheln ist in der herrlichen Unterwasserwelt überall ein echtes Erlebnis.

Das Tauchparadies El Hierro

Unter Wasser faszinieren unglaubliche Felsformationen mit einer bunten Vielfalt an Pflanzen, Algen, Korallen sowie großen und kleinen Fischen. Wale, Haie und Delfine sind keine Seltenheit, die Tauchgründe im Mar de Las Calmas gehören weltweit zu den beliebtesten. Die spanische Regierung arbeitet daran, hier den ersten nationalen Meeresnaturschutzpark zu gründen.
Von La Restinga aus bieten mehrere Tauchbasen mit Ihren Booten Ausflüge zu den schönsten Meeresgründen des Südens mit seiner faszinierenden Unterwasserlandschaft an. Nur wenige Kilometer westlich des kleinen Fischereihafens liegt der windstillste, sonnigste Küstenstreifen der Insel, am “Meer der Stille” zwischen Tacoron und dem Leuchtturm Faro de Orchilla.

El Hierro fas­zi­nie­rend unberührt

Sie werden hier, am Ende der alten Welt, die kleinste Insel des kanarischen Archipels kennen lernen.

El Hierro, die kleinste Insel des kanarischen Archipels wird Sie umso mehr faszinieren, je besser Sie sie kennen lernen. Sie ist kaum 250 km² groß, hat die Form eines Stiefels und die Entfernung zwischen den beiden am weitesten auseinanderliegenden Punkten beträgt nur 42 km.
Zu Recht hört man hier immer wieder die Redewendung “Ruhe pur”, da sich die Insel noch immer im touristischen “Dornröschenschlaf” wiegt.
In Bezug auf die Vielfalt mit nicht weniger als fünf verschiedenen Klimazonen, gibt es keine andere Insel, die sich auf engem Raum so abwechslungsreich zeigt wie El Hierro.
Bewachsene Berghänge wechseln sich mit Hochebenen ab und gehen dann oft in dichte Wälder über. Alte Bäume mit umfangreichen Stämmen und starken Zweigen stehen in einem der größten und ältesten Pinienwälder der Kanaren.
An Landstriche mit blühenden Erika Sträuchern schließt sich ein duftender Lorbeer- und Nebelwald mit grossen Efeugewächsen und hellblauen Vergissmeinicht an.
Im Inselinneren erhebt sich der “Pico de Malpaso”, mit 1500 m als höchster Punkt auf El Hierro aus dem Bergkamm.
Im Süden beeindrucken dunkle Lavafelder mit ihren unterschiedlichen Formationen, erloschenen Kratern, langen Vulkantunneln, tiefen Höhlen und knorrige Sabina Bäume trotzen seit Jahrhunderten dem Wind.
Früher verlief der Nullmeridian vorbei am alten Leuchtturm, dem Faro de Orchilla, und dieses Fleckchen Erde galt als das Ende der alten Welt, bis Columbus in Richtung Amerika vorbei segelte.

Sogar die kanarischen Touristen sind von El Hierro begeistert, empfinden sie als ursprünglicher, wilder und bizarrer als ihre Heimatinseln. Sie reden von “la tranquila diferencia”, dem stillen Unterschied….

Freundliche Gastgeber

Auf El Hierro leben circa 8.000 Menschen, verteilt auf drei Gemeinden mit ihren “Hauptstädten”, jede mit weniger als 2.000 Einwohnern, und auf die kleineren Orte und Weiler. Die herrenischen Ureinwohner stammten von den Berbern ab und wurden Bimbaches genannt.

Besucher fühlen sich hier wohl, denn die Herreños sind sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, die immer gern ein kleines Schwätzchen halten, nicht selten von Auto zu Auto mitten auf der Straße. Man grüßt sich und wagt aus Ermangelung an Fremdsprachenkenntnissen eine gestenreiche Kommunikation mit den Extranjeros, den Fremden. Feriengäste sind willkommen und das zeigt man ihnen.
Hier hetzt kaum jemand, da man daran gewöhnt ist, daß alles seine Zeit braucht. Selbst lange Wartezeiten werden mit stoischer Ruhe hingenommen, es bleibt einem ja auch nichts anderes übrig.
Die Kriminalitätsrate auf El Hierro ist sehr gering, viele Häuser und Autos werden auch heute noch nicht abgeschlossen und nachts im Mondschein kann jeder, dem es gefällt, angstfrei einen Spaziergang unternehmen.

Feiern auf El Hierro

Die lokalen Fiestas feiert man hingebungsvoll. Besonders in den Sommermonaten werden die Dorfheiligen oder Jungfraustatuen, in Prozessionen von Tänzern, Flötenspielern und Trommlern begleitet, durch die jeweiligen Orte getragen. Das Rahmenprogramm dieser Fiestas ist sehr bunt gestaltet, früher mit kanarischen Ringkämpfen, heute außerdem immer häufiger mit einem kleinen Volkslauf.
Die Bajada de la Virgen de los Reyes, das grosse Fest der Jungfrau der Könige, wird alle vier Jahre zu Ehren der Inselpatronin gefeiert. Die Heilige hat El Hierro bereits mehrmals aus Dürrekatastrophen gerettet, nachdem sie in einer alten, holzgeschnitzten Sänfte, 27 km aus ihrer Kapelle vom westlichen Zipfel in La Dehesa quer über die ganze Insel bis Valverde getragen wurde. Nachdem sie in der Kirche der Hauptstadt ankam, soll sturzflutartiger Regen eingesetzt haben.
Zu der Fiesta kommen tausende Besucher aus nah und fern nach El Hierro und einen ganzen Monat lang wird die Jungfrau in allen Orten der Insel befeiertert. Die Bajada de la Virgen gilt als eine der ältesten und originellsten Prozessionen Europas.
Die Herreños sind folklorebegeistert und die traditionellen Lieder und Tänze werden von einer Generation an die andere weitergegeben und mit viel Hingabe wird gesungen, musiziert und getanzt. Auf El Hierro gibt es mehrere sehr gute Folkloregruppen, die die Zuschauer berühren und denen auch auf den anderen Inseln Anerkennung gezollt wird.
Eine der kulturellen Sommerattraktionen ist “bimbache open art”, ein Jazzfestival mit Künstlern aus aller Welt, die gemeinsam mit den einheimischen Musikern ihre Konzerte und Workshops veranstalten.

Museumstour: Vom Vulkan bis zur Riesenechse

Mehrere sehr interessante Museen warten auf Ihren Besuch, werden Ihren Urlaub auf El Hierro bereichern und Ihnen die Geschichte der Insel näher bringen. Das Terrarium mit den endemischen Riesenechsen im Museumsdorf Guinea beeindruckt ebenso wie die Spuren der Ureinwohner in El Julan und vieles mehr. Ein Touristenpass für 20 € ermöglicht Ihnen die Teilnahme an einer geologischen, ethnologischen und vulkanologischen Route, an die Sie sich noch lange gerne erinnern werden.